Faulheit überwinden

faulheit überwinden

Es klopft.

„Herein“, sagt die Lehrerin.

Eine junge Dame steht vor der Tür. Die Schüler blicken sie neugierig an – die kleinste Ablenkung ist interessanter als der Unterricht.

„Ich suche den Fahrer des blauen Golfs“, sagt die Dame. „Ich wurde eingeparkt und komme nicht raus.“
„Ja, das ist meiner“, antwortet eine Schülerin.
„Fährst du bitte weg? Ich habe einen Termin.“

Der Parkplatz ist direkt vor der Schule. Er ist chronisch überfüllt. Rund 100 Meter entfernt ist ein weiterer Parkplatz, der immer 50 freie Parkplätze hergibt.

Das nenne ich Faulheit!

Faulheit überwinden – starte durch!

Die Geschichte ist nicht ausgedacht. Während meiner Zeit in der Berufsschule kam es laufend vor, dass sich die Leute lieber gegenseitig zugeparkt haben, statt 100 Meter zu laufen.

Warum erzähle ich dir diese Geschichte? Sie ist ein Paradebeispiel unserer Faulheit.
Wir Menschen sind extrem faul – wirklich.

Das ist gefährlich. Faulheit führt dazu, dass wir uns weniger bewegen. Und wenn wir uns weniger bewegen, nehmen wir zu, riskieren Erkrankungen, wir werden unsportlich, leben ungesund und vieles mehr.

Faulheit schränkt unsere Lebensqualität ein.

 

Was ist Faulheit?

Doch was ist Faulheit überhaupt?
Elias Fischer sagt folgendes darüber:

Faulheit ist meistens einfach nur die Angewohnheit, in einem ungeliebten Zustand zu verharren.
– Elias Fischer (Blogger, Speaker)

Weiter sagt er, dass Faulheit die Angst vor Veränderungen umschreibt. Gewohntes Leid ist uns lieber als das unbekannte Glück.

Schluss damit!

Hier sind 10 Tipps, mit denen du deine Faulheit überwinden wirst.

 

1. Lauf – wie Usain Bolt

Lauf möglichst viel. Wie in der Geschichte angedeutet.

Äußerst viele Menschen haben einen körperlich entspannten Job. Sie sitzen viel und laufen nur selten. Das ist fatal. Dieser Bewegungsmangel ist auf Dauer schädlich.
Nutze jede kleine Bewegung aus, die du bekommen kannst.

Park grundsätzlich weiter weg. Dann kannst du stets ein paar Schritte laufen.

Gib deiner Angst vor dem Steckenbleiben im Aufzug nach und nimm die Treppe – das ist viel entspannter.

Steh in deinem Alltag immer wieder auf und lauf ein paar Schritte.

Du telefonierst viel? Bleib nicht sitzen! Telefonieren im Stehen lässt dich viel lebendiger wirken – glaub mir 😉

Wichtig: Reg dich nicht auf, wenn du laufen musst. Wir neigen zur Faulheit und jede kleinste Bewegung „zu viel“ nervt uns.
Bitte. Sei nicht genervt, wenn du mal etwas mehr laufen musst. Freu dich lieber!

 

2. Stress? Was ist denn das?
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Wenn du in deinem Alltag viel sitzt, ist das schlecht.
Sitzt du in deinem Alltag viel und bist gestresst, ist es tödlich.

Sobald in deinem Körper eine Stressreaktion ausgelöst wird, stellt er sich auf 2 Optionen ein: Kampf oder Flucht.

Wie oft flüchtest du in deinem Alltag?
Und wie oft kämpfst du?
In der Regel nie!

Unser Körper ist auf das Äußerste eingestellt, wenn wir gestresst sind. Doch stattdessen sitzen wir gemütlich auf dem Hintern – Selbstmord auf Raten.

Lass dich nicht stressen. Stress schadet deinem Körper enorm. Zudem macht er dich müde und kraftlos. Das lädt wiederum zu Faulheit ein.

 

3. Setz dir Ziele

Ziele sind perfekt, um deine Faulheit überwinden zu können.
Ziele motivieren dich. Sie stärken deinen Fokus und sie geben dir Energie.

Planlos durchs Leben zu laufen ist faul.

Extrem faul.

Wir benötigen Aufgaben, Pläne, Vorhaben und Ziele.

Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder, als jener, der ohne Ziel umherirrt.
– 
Gotthold Ephraim Lessing (Dichter)

Du bist deutlich aktiver, wenn du mit einem Vorhaben lebst. Du wirst feststellen, dass dein Leben mehr Sinn ergibt.

Setz dir Ziele und erreiche sie

Schreib dir ein Ziel auf und überleg, wann du es erreichen möchtest. Definiere im nächsten Schritt 3 Dinge, die du täglich dafür tun möchtest.

Bestimme mit dieser Strategie deine Ziele und erreiche sie auch – probier´s aus!

 

4. Geh in die Praxis

Die tollsten Ziele und Vorhaben sind wertlos, wenn sie nur in deinem Kopf existieren. Oder auf einem Blatt Papier.

Wenn du deine Faulheit überwinden willst, musst du aktiv werden. Lass die Theorie hinter dir und geh in die Praxis.

Leb nach deinen Zielen.
Nur dann erreichst du sie auch.

 

5. Schieb nichts vor dir her

Faule Menschen schieben gerne irgendwelche Aufgaben vor sich her – wie ein Kind, das um den Spinat herum isst.
Hinterher ist der Spinat kalt und Mama zieht ein Gesicht. So ist es im echten Leben auch. Dinge, die getan werden müssen, lösen sich nicht von alleine, wenn du wartest. Das Gegenteil ist der Fall.

Ein weiteres Beispiel: Du hast Karies an deinem Backenzahn.
Was ist besser?
Warten oder schnellstens zum Zahnarzt?

Stelle dich bewusst deinen Schwierigkeiten. Das ist enorm wichtig, wenn du deine Faulheit überwinden möchtest.
Geh bewusst in den Kampf gegen deine täglichen Probleme und Aufgaben – scheue dich nicht davor. Anschließend kannst du die Zeit um so mehr genießen.

 

6. Ändere dein Leben
faulheit überwinden

Weißt du, was faule Menschen häufig kennzeichnet? Angst vor Veränderungen.
Die Angst, etwas Neues zu tun. Sie möchten ihr bequemes Leben nicht verlassen.

Was ist das Problem? Wenn wir Angst haben, treten wir auf der Stelle.

Hab keine Angst vor Veränderungen!
Dir gefällt dein Job nicht? Dann sieh dich nach einer anderen Beschäftigung um. Niemand zwingt dich. Es ist dein Leben.

Du möchtest abnehmen? Gesünder leben? Dann starte sofort. Angst hält dich zurück.
Du trittst auf der Stelle. Und das engt dich ein – wie ein Affe im Zoo.

Überdenk deine Gewohnheiten. Oftmals sind eingefleischte Rituale nur Faulheit.
Eine neue Erfahrung haucht deinem Leben einen frischen Wind ein. Und noch viel intensiver ist dieser Effekt, wenn du deine Angst überwinden musstest.

Schlag neue Wege ein. Probier dich aus. Gestalte dein Leben vielfältig. Und hab niemals Angst vor neuen Erfahrungen. Das hilft dir deine Faulheit zu überwinden.

 

7. Lass Positives in dein Leben und meide Negatives

Negatives bremst uns aus. Wir erledigen ungeliebte Aufgaben nur mit angezogener Handbremse. Ohne Antrieb und mit schlechter Laune schreiten wir voran – lass das!

Meide negative Dinge, wann immer es möglich ist. Und konzentriere dich auf Positives.
Zwing dich zu nichts. Wenn du auf etwas keine Lust hast, dann lass es sein – sofern das möglich ist.

Quäle dich zu keinem ungeliebten Job und triff dich mit keiner nervigen Freundin. Treib keinen Sport, der dich ankotzt und iss nichts, was dir angeblich hilft, aber nicht schmeckt.

Meide Negatives strikt und verwandle eine negative Situation, die sich nicht vermeiden lässt, in etwas Positives. Das gelingt dir, indem du dir die Vorteile bewusst machst.

Ein Beispiel
Du musst zu einer ärztlichen Untersuchung. Schön ist das nie – aber wichtig. Dadurch sicherst du deine Gesundheit.

Wenn dir eine Situation nicht passt und du auch sonst nichts davon hast, dann meide sie konsequent. Und red dir niemals: „Du musst aber“ ein.
Du musst gar nichts 😉

 

8. Verplane deine Zeit

Lass nicht alles auf dich zukommen. Plane deine Tage und Wochen. Das hilft dir aktiver zu werden.

Wenn du deinen Tag oder eine ganze Woche konkret verplanst, wirst du erfolgreicher sein.
Erledige am Anfang der Woche alle notwendigen Aufgaben. Am besten die, die nicht so toll sind.

Nutze die anderen Tage, um deinen Vorhaben nachzugehen.
Ein Buch schreiben?
Mehr lesen?
Ins Fitnessstudio?
Gesund kochen?

Wie auch immer deine Ziele aussehen.

Verplane in etwa 80% deiner freien Zeit. Reserviere diese 80% für deine Aufgaben, Ziele, Vorhaben und Unternehmungen.
Nutze die restlichen 20% für spontane Ideen.

Lebe mit dieser Strategie gesünder, effektiver und fokussierter.

 

9. Wichtig: Schlag deinen TV kaputt

Fernsehen macht dumm – Punkt!

95% des sogenannten Unterhaltungsprogramms sind schwachsinnig. Diese Programme verwandeln uns in Idioten, wenn wir uns vermehrt damit abgeben.

Nichts ist gegen einen guten Film, ein Sportevent, eine interessante Show oder sonstiges einzuwenden. Der Fernsehkonsum sollte ein gewisses Maß nicht überschreiten.

Denn sind wir ehrlich: Fernsehen ist das Ebenbild von Faulheit.

Lies ein Buch. Geh in die Stadt. Triff Freunde oder denk ein wenig nach. Aber setz dich bitte nicht stundenlang vor den TV. Dein Leben ist zu wertvoll!

Wenn du deine Faulheit überwinden möchtest, musst du dich von deinem TV distanzieren.

 

10. „Ich kann das nicht.“ Vergiss diesen Satz

Lass uns diesen Punkt mit einem Beispiel beginnen:

Ein Ameisenvolk ist in der Lage, 30 oder 40 Tonnen Erde und Blätter zu bewegen, um sich ihre Gänge und Lebensräume zu sichern. Natürlich dauert das einige Jahre.

Diese harmlosen Geschöpfe vollbringen eine atemberaubende Leistung. Obwohl es für die kleinen Insekten auf den ersten Blick unmöglich scheint, gehen sie die Aufgabe an.
Glaubst du, sie würden das schaffen, wenn sie ständig „Ich kann das nicht“ sagen?

Wir sind viel stärker, größer und intelligenter als Ameisen. Doch schon beim Anschließen eines Radios sagen wir: „Noch nie gemacht. Das kann ich aber nicht.“ – pure Faulheit.

Red dich nicht selbst nieder. Richte deinen Kopf auf und zieh´s durch, wenn es nicht anders geht.

Sag nie…Niemals „Ich kann das nicht„.

Lösche diesen Satz aus deinem Gedächtnis.

Welchen Satz? 🙂

 

Faulheit überwinden – ein Fazit

Wie du siehst, gibt es enorm viele verschiedene Strategien und kleine Tipps, mit denen du deine Faulheit gezielt überwinden kannst.

Gestalte deine Leben abwechslungsreich und sei Veränderungen gegenüber aufgeschlossen.

Beweg dich. Treib Sport. Sei aktiv. Hab keine Angst – leb dein Leben und verabschiede dich von deiner Faulheit.

Leb´gesund, bleib gesund – René

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